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XiangQi - Chinesisches Schach

Wer das weltweit verbreitete Schach und das „Chinesische Schach“ kennt, bemerkt, dass es einige Gemeinsamkeiten bzw. Ähnlichkeiten beim Ziehen der Figuren gibt oder im Mittelalter gab, die darauf hindeuten, dass beide Spiele den gleichen Ursprung haben.

Aber es gibt natürlich auch diverse Unterschiede: Bei XiangQi gibt es keinen Damenflügel und keinen Königsflügel, es ist symmetrisch angelegt. Die Soldaten (ein wenig vergleichbar mit den „Schach-Bauern“) geben der Position aber nicht die Struktur. Chinaschach ist dynamischer und verfügt auch über mehr Zugmöglichkeiten, weil dem Brett der Gelbe Fluss hinzugefügt wurde und die Figuren sich auf den 90 Kreuzungspunkten der Linien bewegen (nicht alle Figuren dürfen das) gegenüber den 64 Feldern des Schachspiels.

Allgemeine Spiel-Theorie

Dieser Aufsatz ist ebenfalls für das Spielverständnis des beginnenden Xianqqi-Spielers gemacht. Autor ist Rainer Schmidt. ››› zum Aufsatz „Allgemeine Spiel-Theorie des Xiangqi“

Spielanleitung

Dr. Uwe Doetzkies hat für XiangQi-Interessenten ohne Kenntnisse und blutige Anfänger eine Spielanleitung zusammengestellt. ››› zur PDF-Datei XiangQi-Spielanleitung

Die Partie-Notation

Es gibt mehrere akzeptierte Notationsweisen, wir beginnen hier mit der Vorstellung.

Koordinaten-Schreibweise

Wer vom „westlichen Turnierschach“ kommt, wird sich vermutlich mit der sogenannten Koordinatenschreibweise schnell anfreunden können. Wie beim Schach üblich, erhalten die Figuren die ihnen zugewiesene Abkürzung. Und die Kreuzungspunkte auf dem Xiangqi-Brett ergeben sich aus den „Linien“ A bis I (in der Literatur wird „i“ auch durch „j“ ersetzt, also „A“ bis „J“. Die Reihen im roten Lager werden fortlaufend mit den Zahlen von 1 bis 5 versehen, weiter geht die Zählung auf der Hälfte des Schwarz Spielenden: 6 bis 10. (Wobei man die 10 mit der Null ersetzt!). Ein geschlagener Stein wird hinter den Zug in Klammern genannt.
Die deutsche Notation der Steine:
F = Feldherr, L = Leibwächter, E = Elefant (bzw. Minister), P = Pferd, W = Wagen, K = Kanone, S = Soldat.

Favorisiert ist hierbei die Langschreibweise, zum Beispiel könnte eine Partie mit 1. Kh3-e3 Ph0-g8 beginnen.
© Grafik von ›› Inductiveload - Eigenes Werk, Gemeinfrei›› Original-Grafik auf Wikipedia
(ergänzt um Buchstaben/Zahlen zum Illustrieren des obigen kleinen Textes).


Allerdings empfehlen alte Xiangqi-Hasen diese Notation nicht uneingeschränkt. Vor allem nicht die einseitige Gewöhnung an Stellungsbilder. Denn auf Grund der Achsensymmetrie des Spiels kann alles „seitenverkehrt“ gespielt werden.